| Über Engel und Dämonen
Schnee fällt in tiefster Winderluft
So schreit die Seele in die Nacht
Bring mich fort aus dieser Gruft
Fühl mich hier so sehr allein
Steigt ein Wesen an den Ort
Strahlend glänzend wie ein Stern
"Bring mich weg, oh, bring mich fort
Bin hier doch so allein"
Spricht das Wesen hell und klar
Erzählt, was damals wirklich geschah
Dein Platz ist hier in dieser Welt
Auch wenn es dir nicht sehr gefällt
Ich bin nicht so, wie du denkst
Doch Diener von dem, der euch lenkt
Unwissend seid ihr
Ich bin kein Engel, will nie einer sein
Denn Engel lassen die Menschheit allein
So wurde es bestimmt vor langer Zeit
Als in eurer Welt begann das Leid
Doch zuvor ward geöffnet die Himmelspforte
Und ward geöffnet die Unsrige
Jenseits eurer Vorstellungskraft
Bezeugten wir unsere Macht
Den Gewinner kannst du vor dir sehen
Seitdem müssen wir ganz oben stehen
Und Engel sind ganz unten gefangen
Nie wieder ihre Choräle sie sangen
Empfangen von blendendem Himmelslicht
Wünschen taten wir es nicht
Doch mussten wir die Rollen tauschen
Und unseren eigenen Gesängen lauschen
Wir weigerten uns, doch nichts geschah
Von nun an man das Leid auf Erden sah
Nicht schadeten, nicht halfen wir
Betrachteten oder ignorierten nur
Tauschen wollten wir wieder die Rollen
Hinab in die Unterwelt fallen
So wie die Engel den Himmel beschworen
Wieder zu ihnen zurückzukehren
Unser Flehen verblieb ungehört
Daher kam Leid auf die Erde
Daher gibt es keine Strahlenden mehr
Noch Gefallene
Sie sind die Verblassten
Wir die Gehassten
Und ihr die Vergessenen
Dein Platz ist hier an diesem Ort
Du musst hier bleiben, kannst nicht fort
Dein Atem tot, dein Körper kalt
Und dennoch:
Dein Platz ist in dieser Welt
Denn Engel sind schwarz, Dämonen rein
Und Engel lassen den Mensch allein
So ist es, und wird es für immer sein |