Das Geflüster der Seele

Dunkel wird es, immer schneller
Die dichte Schwärze - immer heller
Bald, ja bald, die Nacht beginnt
Schlafen wird ein jedes Kind.

Träumen, träumen, träumen fein
Lass das Träumen Träumen sein
Lass doch all die Hirngespinster -
Sind die meisten gar so finster -
Tief im Innersten verborgen bleiben
Und mit Schmerzen, Tränen, Leiden
In Vergessenheit geraten
Still auf bessre Tage warten
Die wir allzu sehr vermissen
Möchten lieben, möchten küssen
Möchten fühlen die süße Wärme
Wenn wir liegen in der Träume Arme
Doch ignorieren das Gefühl
Wenn die Träume müssen geh'n
Bringt es Tränen in die Augen
Tränen und des Herzen Schweigen
Leere dort wo war die Glut, das Feuer
Erster Schritt von Abenteuer
Alles ist nun fort.

Stille, Stille, sei nur leise
Denn ich nehm' dich mit auf Reise
Weg von dieser schweren Welt
In der den Menschen Traurigkeit gefällt
Da sie vorher glücklich saßen
Bücher voll von Träumen lasen
Wollten stundenlang versinken
Tiefer, tiefer, bald ertrinken
In der wilden Flut der Worte.

Schlafe nur, doch träume nicht
Nicht bis hin zum Morgenlicht
Bis das Herz der Dämmerung am Himmel
Erscheint wie ein wahrhaft'ger Engel
Um den Traum ins Dunkel fortzutreiben
Wo er lange soll verbleiben
Und nur ein Betrachter sein
Während wir im Lichte Schein
Fort geh'n in die Ferne.

Komm, mein Kind, wir geh'n auf Reise
Komm, mein Kind, nimm meine Hand
Denn sie führt an ferne Orte
Die dir zeigen nicht die Worte
(Die nur starr und leblos sind)
Komm, mein Kleines, komm, mein Kind
Und auch nicht die Traumgestalten
Die dich in den Träumen halten
Sondern meine sich're Hand
Führt dich in das weite Land.

Lass nur ab von all den Träumen
Die mit dunklen Worten kamen
Auf dem weißen Schriftpapier
Lass sie, lass sie alle hier
Lass all den bösen Dingen
Die dir doch nur Schlechtes bringen
Keinen Platz in deinem Leben
Kein Fleckchen darfst du ihnen geben
Und lass auch die Gefühle nieder
Die dir nur bringen Träume wieder
Lass Liebe, Lust und Leidenschaft
Versickern in der schwarzen Nacht
Lass Freundschaft, Freude und das Glück
Am weiten Weg ganz bald zurück
Treue, Gnade und Vertrauen
Wer sollte auf das Gute bauen?
Und wo wir schon beim Guten sind -
Vergiss die Hoffnung, liebes Kind.

Und auf der andren Seite haben wir
Hass, Wut und Zorn: Sie bleiben hier
Auch Furcht, Angst und Trauer werden gehen
Nie wieder wirst du diese Brüder sehen
Wie ich schon sagte, Schmerz und Leid
Geraten in Vergessenheit.

All die Emotionen werden
Einfach im Schmutz der Zeit begraben.