R. A. Salvatore: Der Dritte Sohn - Die Saga vom Dunkelelf 2 ("Homeland")

Klappentext:
Er wurde in einer Welt der Schatten geboren - doch sein Weg führte unaufhaltsam ans Licht. Drizzt Do'Urden - keiner war wie er!

Drizzt Do'Urden - vielen Fantasy-Fans ist dieser Name wohlbekannt, was wohl hauptsächlich auf dieses Buch zurückzuführen ist. Aber auch in Rollen- und Computerspielen über die Vergessenen Welten trifft man ab und zu auf diesen Dunkelelfen.

Der erste Teil der Dunkelelfsaga erzählt Drizzts Kindheit, begonnen bei seiner Geburt, die schon unter einem fragwürdigen Stern steht. Nur durch einen Wink des Schicksals entgeht er der Opferung für die Spinnengöttin Lloth und begegnet in seinen ersten Lebensjahren nur Misstrauen gegenüber seinem für Drow-untypischen Charakter und seinen Augen, die statt rot violett sind. In dem Matriarchat der Drow ist es für den jungen Krieger nur schwer, sich mit seiner Position in der Welt zurechtzufinden.

Was man eindeutig sagen kann ist, dass dieses Buch bestimmt nicht zu Unrecht so hochgelobt ist. Salvatores Schreibstil fängt den Leser beim ersten Satz ein und hält ihn auch noch lange nachdem er die Geschichte beendet hat fest. Alleine der erste Absatz erinnert mehr an ein poetisches Meisterwerk, als an ein gewöhnliches Fantasy-Buch:

Niemals ziert ein Stern dieses Land mit des Poeten Licht funkelnder Mysterien, noch sendet die Sonne ihre wärmenden und belebenden Strahlen hierher. Dies ist das Unterreich, eine geheime Welt unter der bewegten Oberfläche der Vergessenen Welten, deren Himmel von einer Decke aus kühlem Stein gebildet wird und deren Mauern die graue Sanftmut des Todes im Fackelschein der zufällig hierher gelangten törichten Oberflächenbewohner zeigen. Diese ist nicht ihre Welt, nicht die Welt des Lichts. Wer uneingeladen hierher kommt, kehr meistens nicht zurück.

Was anfangs noch befremdlich klingen mag, wird später zu einer fesselnden und komplexen Geschichte. Der dritte Sohn  war seit langer Zeit wieder ein Buch, bei dem ich am Ende mehr als enttäuscht war, dass es schon zu Ende war (und dass es nur 219 Seiten hat). Es gibt wirklich nur wenige Bücher von denen ich behaupten kann, dass die in ihnen enthaltene Geschichte wie ein Film vor meinen Augen abgelaufen ist, aber das ist definitiv eines davon. Die Handlung zeichnet sich durch Abwechslungsreichtum und Originalität aus und die verschiedenen Teilgeschichten kommen im Verlauf der Handlung immer näher zusammen, bis sie vollkommen ineinander übergehen. 

Kurz: Das Buch schreit geradezu danach, gekauft zu werden :-)

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R.A. Salvatore: Im Reich der Spinne (Homeland) - Die Saga vom Dunkelelf 2

Klappentext:
Er schüttelte die schwarzen Gedanken von sich ab und erinnerte sich daran, daß dieses Mal, anders als bei der Oberflächenexpedition, sein Zuhause bedroht war. Die Gnome hatten die Grenzen des Drowreiches überschritten. Wenn sie so böse waren, wie dinin und all die anderen behaupteten, hatte Menzoberranzan keine andere Wahl, als mit Macht zu reagieren...

Mit "Im Reich der Spinne" von R. A. Salvatore setzt sich die Dunkelelfsaga fort. Nachdem Drizzt in Tier Breche, der Kriegerakademie, sein Können bewiesen und auch verbessert hat, wird er zu den Magiern nach Sorcere geschickt, um auch diese Kunst zu lernen. Doch so wie im Haus Do'Urden und in Tier Breche findet er auch hier nur Misstrauen und Verrat vor.

Ich verstehe noch immer nicht den Sinn dahinter, weshalb manche Verlage Bücher, die in der englischen Originalausgabe ganz normale Bücher sind, in der deutschen Übersetzung teilen (okay, ich verstehe es, aber ich hasse diese Geldschinderei einfach). Der Preis ist meiner Meinung nach eine Frechheit, für ungefähr 200 Seiten zahlt man genauso viel wie für ein Buch, das mehr als 500 Seiten hat.

Abgesehen davon ist das Buch so gut wie sein Vorgänger. Salvatores Qualität lässt um nichts nach und erzählt weiterhin unglaublich detailliert und spannend, wie sich Drizzt Do'Urden in seiner Welt, der Welt der Dunkelheit, fühlt. Und so wie im ersten Teil wird jedes Kapitel mit einem Tagebucheintrag Drizzts begonnen, der diese Welt - wie er sie sieht - verdeutlichen soll.