Monika Felten: Elfenfeuer

Klappentext:
Finsternis und Unterdrückung herrschen in Thale, seit Elfen und Druiden ermordet und die gütige Göttin vertrieben wurde. Doch bevor er starb, prophezeite der letzte Druide die Ankunft eines Retters, der die dunklen Mächte besiegen und dem zerstörten Land Friede und Freiheit zurückgeben werde.

Viele Jahre später erblickt ein kleines Mädchen das Licht der Welt. Sie weiß noch nicht, welche Aufgabe ihr bevorsteht. Und doch ist sie die Auserwählte, die die Prophezeiung erfüllen und den Kampf aufnehmen muss...

Ilahja wächst behütet bei ihrer Ziehmutter Tha-Ury auf, nachdem ihre Eltern in dem Krieg, in dem die Stadt Nimrod zerstört worden ist, getötet wurden. Eines Nachts erfährt sie von einer Botin der verbannten Gütigen Göttin, dass sie ein Kind erwartet. Sie soll die Mutter der Auserwählten sein. Doch wegen der Prophezeiung, die letzte Druide dem finsteren Herrscher gibt, werden alle schwangeren Frauen verschleppt und getötet. Ilahja versucht so, in die Berge zu gehen, um dort in Sicherheit zu sein. Doch auf dem Weg dorthin werden sie und ihre Begleiter von Kriegern überrascht. Mit Hilfe der Nebelelfe Naemy und eines Riesenalps vertreiben sie die Krieger. Noch in der selben Nacht setzen bei Ilahja die Wehen ein und Sunnivah, die Auserwählte, wird geboren. Ilahja stirbt bei der Geburt und ihre Tochter wird zu den Priesterinnen der Gütigen Göttin gebracht, wo sie aufwächst, bis ihr ihre wahre Aufgabe offenbart wird.

Elfenfeuer ist Monika Feltens Erstlingswerk. Auf 475 Seiten erzählt sie die Geschichte von Ilahja und Sunnivah, die mitreißender nicht sein könnte. Die Autorin schafft es, die Geschehnisse und Gefühle der einzelnen Personen stimmungsvoll herüberzubringen. Man spürt Ilahjas Angst, als sie von den Kriegern verfolgt wird und fühlt mir ihr.

Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist sehr detailreich und die Wesen, die in ihr leben, sind vielfältig und klar beschrieben. Die Handlung zieht sich in einem durch und wird durch zahlreiche Ortswechsel charakterisiert, was Abwechslung und Steigerung der Spannung bringt. Nur das Ende hätte noch mehr Potential gehabt, die Geschichte klingt beinahe ruhig aus, als wäre nur ein Tag vergangen, und nicht die Welt gerettet.

Fazit: Ein absolut empfehlenswertes Buch, leider nur im Hardcover vorhanden (also etwas tiefer in die Tasche greifen ;-))

Weitere Informationen gibt es auf der Website von Monika Felten: www.monikafelten.de

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Monika Felten: Die Macht des Elfenfeuers

Klappentext:
Glücklich und stolz durchschreitet Kiany das Tor zur Stadt Nimrod, wo sie den Priesterinnen der gütigen Göttin als Novizin dienen soll. Endlich sieht sie jene Stätte, an der ihre berühmte Vorfahrin Sunnivah einst den finsteren Herrscher besiegte!
Kianys Freude währt nicht lange, denn alsbald quälen Albträume von Tod und Zerstörung sie des Nachts und selbst am helllichten Tag fallen die Schatten nahender Schrecknisse über sie her. Die Priesterinnenmutter hält sie für heimwehkrank und will sie nach Hause zurückschicken. Doch dann wird Sunnivahs magisches Amulett geraubt, das streng bewacht im Saal des hohen Rates ruhte, und Kianys Ahnungen bestätigen sich: Das Böse kehrt zurück und nähert sich unaufhaltsam der Festungsstadt.
In höchster Not verbünden sich alle guten Mächte, um das Land Thale vor dem Ansturm finsterer Magie zu bewahren. Zu spät, wie es scheint...

250 Jahre sind vergangen, seit Sunnivah Thale vor An-Rukhbar gerettet hat. Seitdem herrscht Friede im Land, Menschen und Nebelelfen leben in Ruhe für sich. Naemy, die Nebelelfe, die schon Sunnivah auf ihren Abenteuern begleitet hat, ist nun mit ihrem Sohn Tabor unterwegs, um nach den schon ausgestorben geglaubten Riesenalpen zu suchen. Tatsächlich werden sie auch fündig, in einem Gebirgsnest entdecken sie drei unversehrte Eier. Mit viel Geduld ziehen Naemy und Tabor die beiden Männchen und das Weibchen Leilith hoch.
In einem kleinen Dorf wächst unterdessen Kiany heran, eine junge Heilerin und Nachfahrin der Auserwählten Sunnivah. Um besser ausgebildet zu werden, begibt sie sich nach Nimrod. Was sie nicht weiß, ist dass sie von einer ihrer Vorfahren die Gabe des Sehens geerbt hat. Kurz nach ihrer Ankunft in Nimrod wird Kiany von düsteren Visionen geplagt. Auf dem Turm der Burg sieht sie im Norden ein flammendes Gesicht, das sie auffordert, zu ihm zu kommen. Andere Visionen erzählen von der großen Schlacht um Nimrod und von Statuen, die durch einen kleinen Käfer zu Staub zerfallen.
Als Naemy zu den Menschen nach Nimrod kommt, um sie vor einem drohenden Unglück zu warnen, erweisen sich diese Visionen als wahr. Während einer Feier wird das Amulett gestohlen, mit dem Sunnivah damals das Elfenfeuer gerufen hat. Naemys Verdacht bestätigt sich bald: Asco-Bahhran, der einstige Magier An-Rukhbars, hat sich durch seine Magie Jahrhunderte lang am Leben gehalten und versucht nun, mit der Hilfe des Amulettes Thale zu erobern.

Mit "Die Macht des Elfenfeuers" setzt Monika Felten die Geschichte von Thale, die sie in ihrem Erstlingsroman "Elfenfeuer" begonnen hat, fort. "Elfenfeuer" fand 2001 unter den Lesern großen Zuspruch und wurde schließlich mit dem Deutschen Phantastik Preis ("Bester Deutscher Roman 2002") ausgezeichnet. So ist es nicht verwunderlich, dass die Fortsetzung mit Spannung erwartet wurde. Nun liegt bei Lesern die Angst immer darin, dass Fortsetzungen sich entweder zu Endlosreihen mit den ewig gleichen Charakteren entwickeln oder einfach um ein ganzes Stück Qualität einbüßen. Erfreulicherweise ist keines davon der Fall. Auch ohne das Vorwissen aus "Elfenfeuer" kann man den Roman lesen, da die wichtigsten Ereignisse von den Charakteren erzählt werden. Von diesen Charakteren sind nur wenige aus dem Vorgängerroman übernommen, nur Naemy, Asco-Bahhran und die Gütige Göttin, die uns diesmal nicht nur als passives Glaubensbild, sondern als handelnder Charakter entgegen tritt, sind dem Leser bereits bekannt.
Auch in Punkto Qualität ist "Die Macht des Elfenfeuers" keinesfalls schlecht. Es scheint vielmehr, als habe die Autorin seit dem ersten Buch mehr Sicherheit im Schreiben gewonnen und ihren Stil verfestigt. Der Roman lässt sich flüssig lesen, die Spannung bleibt durchgehend erhalten. Monika Felten scheut sich auch nicht, ihre Charaktere leiden oder sogar sterben zu lassen, wie es bei vielen Autoren vorkommt. Kein rettender Einfall in ausweglosen Situationen, kein Fünkchen Magie, um noch schnell zu entkommen - auch in einer erdachten Welt sind die Helden doch nur aus Fleisch und Blut gemacht. 
Und wiederum stattet die Autorin Thale mit neuen, fantasievollen Details aus, die liebevoll in die Handlung eingefügt werden, wie z.B. die Piluli-Flöten der Nebelelfen, die nur von der Person gehört werden kann, die der Schnitzer erwählt hat.

Auch die Aufmachung des Buches ist sehr schön gemacht. Der Schutzumschlag des Hardcovers ist mit einem stimmungsvollen Bild bedruckt, das an das Cover des ersten Bandes erinnert. Zusätzlich gibt es noch im Inneren eine Karte Thales, silber auf schwarzem Papier gedruckt und ein ebenfalls silbernes Lesezeichen-Bändchen.

Alles in allem kann man sagen, dass "Die Macht des Elfenfeuers" ein absolut empfehlenswertes Buch ist. Wem "Elfenfeuer" gefallen hat, der sollte sich diesen Roman keinesfalls entgehen lassen, da sich meines Erachtens noch gelungener und ein würdiger Nachfolgeband ist.